30.04.2015 | Studie

Steigende Pensionsverpflichtungen für deutsche Unternehmen

Die BHF Bank hat in einer Analyse die Ausfinanzierung der betrieblichen Altersvorsorge deutscher DAX- und MDAX-Konzerne untersucht. Nachdem 2013 bei den DAX-Unternehmen die Pensionsverpflichtungen um 3,6 % abgenommen haben, erwarten die Autoren einen Anstieg im laufenden Jahr um 22,3 % auf 365 Mrd. Euro. Auch im MDAX wird mit einer Steigerung um 9,3 % auf 40,5 Mrd. Euro gerechnet. Grund hierfür sind die im Nullzinsumfeld deutlich rückläufigen Abzinsungssätze. Im Jahresverlauf 2014 sind die für die Berechnung der betrieblichen Altersvorsorge maßgeblichen Rechnungszinsen praktisch dauerhaft gefallen. Die Bandbreite der verwendeten Zinssätze liegt bei 1,7 bis 2,6 %, während es im Vorjahr noch 3,3 bis 3,8 % waren. Auch der für HGB-Abschlüsse verwendete Zinssatz war rückläufig, eine Entwicklung, die sich in den kommenden Jahren fortsetzen dürfte.


Quelle: BHF Bank

Im Gegenzug steigen die Planvermögen von DAX- und MDAX-Konzernen um 6 % auf 210 Mrd. Euro bzw. 6,6 % auf 20,2 Mrd. Euro. Wesentlicher Treiber dieser Zunahme ist die solide Entwicklung der Rentenmärkte, in denen ein Großteil der Planvermögen investiert ist. Die gegenüber dem Wachstum der Verbindlichkeiten vermutlich geringeren Anstiege der Planvermögen führen zu einem Absinken der Ausfinanzierungsquote. Bei den 30 DAX-Mitgliedern sinkt der Ausfinanzierungsgrad auf 57,5 %, ein Minus von rund 9 Prozentpunkten. Unter den MDAX-Konzernen wird der Ausfinanzierungsgrad auf 49,9 % absinken, was gut 1 Prozentpunkt weniger ist als noch 2013.

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