01.10.2015 | Märkte

State Street stellt Absicherungsstrategien gegen Drawdowns vor

State Street beschreibt im Marktbericht „Equity Market Risk“ verschiedene Ansätze zur Portfolioabsicherung gegen Verlustrisiken und nennt die jeweiligen Vor- und Nachteile. Hintergrund ist, dass angesichts der geldpolitischen Entwicklungen, geopolitischen Risiken und Turbulenzen in wichtigen Märkten wie China die Volatilität der Märkte steigt, aber dennoch ein Teil der institutionellen Investoren bislang keinerlei Absicherungsmaßnahmen für ihr Portfolio getroffen hat. Diversifikation alleine ist nicht ausreichend, haben bisherige Erfahrungen ergeben. Vor diesem Hintergrund erläutern die Autoren alternative Ansätze etwas ausführlicher.


Quelle: State Street Global Advisors

An erster Stelle werden Volatilitätsschwellen genannt, bei deren Überschreiten das Aktien-Exposure automatisch reduziert wird (bzw. bei Unterschreiten erhöht wird). Zwar lässt sich so das gewünschte Volatilitätslevel wählen, doch schützt dieser Ansatz nicht vor Schocks bzw. Gaps. Eine Alternative stellt Managed Volatility dar. Hier wird gezielt in weniger volatile Werte investiert, wodurch grundsätzlich Renditen nah am Gesamtmarkt erwirtschaftet werden können. Auf der anderen Seite stellt auch dies keinen Schutz für Extremszenarien dar. Zuletzt gehen die Autoren auf eine dynamische Asset-Allokation ein. In Abhängigkeit von den Markterwartungen wird die Allokation des Portfolios laufend angepasst, was allerdings mit dem Risiko einer Falscheinschätzung des Marktregimes und einer Underperformance in Bullenmärkten einhergeht. Die Autoren empfehlen, Absicherungsmaßnahmen bereits in positiven Marktphasen zu initiieren, da zu diesem Zeitpunkt die Implementierungskosten noch gering sind und ausreichend Zeit für die Strategieauswahl zur Verfügung steht.

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