Standortanalyse deutscher Büroimmobilien
Abseits der Metropolen wird für deutsche B-Städte ein steigender Bedarf an Büroflächen in den kommenden Jahren erwartet, zeigt eine Marktanalyse von Wüest Partner und TLG Immobilien. Die Autoren prognostizieren einen Anstieg der Bürokräfte um 3,7 bis 5,6 % (Metropolen: 4,5 - 5,9 %). Wachstumstreiber sind die Sektoren Information/Kommunikation sowie freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Gleichzeitig werden ein sinkender Büroleerstand und ein positives Bevölkerungswachstum erwartet.
Unterschieden wurden die Städte nach dynamischem und solidem Wachstum. Dynamisch bedeutet, dass der Leerstand kontinuierlich gesunken ist, die Spitzenmieten und Medianmieten sich in den letzten Jahren deutlich positiv entwickelt haben, aber die Renditen rückläufig waren. Im Gegensatz dazu zeichnen sich Städte mit solidem Wachstum durch eine gewisse Stabilität aus, die Steigerung der Mietpreise ist geringer und die Leerstände sinken weniger schnell.
Der höchste Bedarf an Büroflächen der dynamisch wachsenden Städte wird u.a. in Regensburg, Ludwigshafen, Karlsruhe und Braunschweig erwartet. Der Flächenbedarf liegt zum Teil bei bis zu 31.000 qm bei sehr niedrigen Leerstandquoten. Zu den solide wachsenden Städten zählen zum Beispiel Kiel, Rostock und Freiburg. Bürokräfte werden hier etwa um 4,5 bis 4,7 % wachsen, neue Büroflächen wurden kaum erschlossen bei gleichzeitig steigenden Mieten.
Der Büroflächenmarkt steht vor einigen Herausforderungen und es ist noch nicht abzusehen, welche Folgen daraus resultieren. Hierzu zählen die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte, Auswirkungen der Digitalisierung und neue Ansätze wie Coworking Spaces. 
Quelle: Wüest Partner, TLG Immobilien
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