07.03.2012 | Research

Stärkere Gewichtung von Frontier Markets

Ob Investoren ihr Engagement in Frontier Markets stärker als ihre Marktkapitalisierung gewichten sollten, überprüft ein Ende 2011 veröffentlichtes Working Paper des International Monetary Fund und der Fletcher School of Law and Diplomacy. Der Autor verwendet einen Risk-Parity-Ansatz für entwickelte Märkte sowie für Emerging und Frontier Markets. Über die letzten Jahre lasse sich so eine deutliche Outperformance gegenüber dem nach Marktkapitalisierung gewichteten Portfolio erzielen, lautet sein Fazit.


Quelle: Chan-Lau (2011)

Eine Risk-Parity-Allokation für ein globales Aktienportfolio vorzunehmen, ist generell ein interessanter Ansatz. Allerdings vernachlässigt der Autor gewisse Nachteile und Hürden, die nur teilweise erläutert werden. So ist ein Investment in Frontier Markets häufig illiquide sowie mit hohen Spreads und oft massiven nicht-ökonomischen Risiken verbunden, ebenso wie mit Währungsrisiken. Da der Autor seine Analyse auf rückgerechnete MSCI Indizes in US-Dollar stützt, sind seine quantitativen Ergebnisse mit Vorsicht zu interpretieren.

Mittlerweile gibt es auch eine Reihe von Fonds, die sich auf Investments in Frontier Markets spezialisiert haben. Diese finden Sie im Ranking: Emerging Markets Equity von Absolut Research.

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