Stabile Entwicklung des österreichischen Fondsmarktes in 2008
Der österreichische Markt für Investmentfonds war im Krisenjahr 2008 rückläufig. Die Assets under Management (AuM) österreichischer Fondsgesellschaften sanken im Zuge der Marktverwerfungen von 164 Mrd. Euro Ende 2007 auf 126 Mrd. Euro, was einem Rückgang von ca. 25% entspricht. Dies geht aus den Jahresstatistiken des Branchenverbandes Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) hervor (Stand Ende November 2008). Der größten Rückgang fiel bei den Aktienfonds mit 60% an. Die AuM sanken von 29 Mrd. auf 12 Mrd. Euro. Gemischte Fonds und Immobilienfonds hingegen zeigten sich im Volumen fast unverändert. Die österreichischen Dach-Hedgefonds konnten sich nicht vollständig vom Abwärtstrend an den Märkten abkoppeln und verloren ca. 17%. Die AuM betragen nun 1,9 Mrd. Euro. Fonds mit weiteren alternativen Strategien verloren ca. 15% und weisen nun 860 Mio. Euro AuM auf.
Positiv entwickelte sich die Anzahl der Fonds österreichischer Gesellschaften. Trotz der Finanzkrise sank das Fondsangebot um weniger als 1% auf 2.305 Produkte. Größere Veränderungen gab es bei der Ausrichtung der Fonds auf Anlagestrategien. Während die Zahl der Geldmarkt- und Rentenfonds fast unverändert blieb, nahm die Zahl der Aktienfonds um 60 auf 419 ab. Die Zahl der Mischfonds stieg um 137 auf 1.171. Die Zahl der Dach-Hedgefonds stieg um 2 auf 25, die Zahl der alternativen Fonds um 4 auf 26.
VÖIG-Generalsekretär Dietmar Rupar sieht noch Hürden für die Branche in 2009: "Es bleibt weiter schwierig, weil sich das Konjunktur-Klima eintrübt und die Aufräumarbeiten auf den Finanz- und Ostmärkten weitergehen." Trotzdem geht Rupar in einem Beitrag der Zeitschrift Medianet mittelfristig von einer Erholung der österreichischen Fondsindustrie aus.