14.01.2008 | Studie

Staatsfonds im Fokus

Die Deutsche Bank Research zeigt in ihrer im Dezember 2007 erschienenen Studie "Staatsfonds - Staatliche Auslandsinvestitionen im Aufwind" die Entwicklung und Hintergründe von Staatsfonds und geht auf das substanzielle Wachtumspotenzial dieser Investorengruppe ein. Das Anlagevolmuen beträgt nach Einschätzung des Autors, Steffen Kern, derzeit 3 Billionen US-Dollar und damit mehr als doppelt so viel wie die globale Hedge-Fonds-Branche, aber dennoch nur einen Bruchteil des Kapitals in den Händen anderer Investorenklassen. Angesichts der Wachstumsdynamik wird ein Anstieg des Vermögens der Staatsfonds in den nächsten fünf Jahren auf über USD 5 Billionen und in den nächsten zehn Jahren auf über USD 10 Billionen prognostiziert.

Der Autor analyisiert die Auswirkungen der Investitionstätigkeit der Fonds auf die Kapitalmärkte, deren Stabilität sowie die nationalen Interessen.  Wenn Staatsfonds wie erwartet wachsen und ihre internationale Diversifizierung fortsetzen, sei mit Liquiditätszuflüssen in ein großes Spektrum an Vermögenswerten zu rechnen. Ebenso dürfte eine Substitution stattfinden: Zentralbankreserven werden nicht mehr in liquide Staatsanleihen investiert, sondern von Staatsfonds in höher rentierliche und Dividenden ausschüttende Wertpapiere. Gleichzeitig dürfte die Nachfrage nach Anlage-Management- und Investment-Banking- Dienstleistungen steigen.

Kritische Prüfung fordert der Autor der Studie hinsichtlich der Auswirkung von Staatsfonds auf die Finanzmarktstabilität, Unternehmensführung und nationale Interessen. Dabei sieht er den Schlüssel in erhöhter Transparenz dieser Fonds.

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