SPD vollzieht Richtungswechsel beim Thema Private Equity
Die SPD distanziert sich von ihrer massiven Kritik an den Aktivitäten von Finanzinvestoren. "Zu einem leistungsfähigen Finanzstandort gehört eine aktive Private-Equity-Branche", heißt es in einem "Impulspapier" der SPD-Spitze zur Wirtschaftspolitik. Das 17-seitige Papier mit dem Titel "Neue Werte schaffen", an dessen Formulierung neben Parteichef Kurt Beck auch die Parteilinken Andrea Nahles und Heiko Maas beteiligt waren, gilt als inoffizielle Skizze für den wirtschaftspolitischen Teil des neuen SPD-Grundsatzprogramms.
In dem Papier wird im Gegensatz zu früheren Äußerungen insbesondere seitens Vizekanzler Franz Müntefering auf die große Bedeutung der Finanzinvestoren hingewiesen, die jährlich rund 30 Milliarden Euro in Deutschland investierten. Die Bedeutung für Mittelstand und große Unternehmensübernahmen werde in den kommenden Jahren "noch erheblich zunehmen", heißt es. Deshalb wolle die SPD "vernünftige Rahmenbedingungen" schaffen und auch die Wettbewerbsfähigkeit "bereits regulierter deutscher Hedgefonds verbessern".