Sovereign Wealth Funds haben stabilisierenden Einfluss auf Finanzmärkte
Die Deutsche Asset & Weatlh Management hat in einem aktuellen Forschungsbericht die Anlagestrategien von Sovereign Wealth Funds (SWF) und ihre Bedeutung für die Finanzmärkte untersucht. SWFs, wie der staatliche Pensionsfonds von Norwegen, sind in den letzten Jahren stark gewachsen und verfügten Ende 2013 insgesamt über ein Vermögen im Wert von 6,3 Billionen US-Dollar. Es wird erwartet, dass sie auch weiter wachsen werden, auch wenn die Autoren die Prognose für das Erreichen der 10 Billionen Marke im Jahr 2016 für unrealistisch halten und dies auf 2018 korrigieren. 
Quelle: Deutsche Asset & Wealth Management
SWFs investieren bevorzugt in Industriestaaten und im Besonderen in die Aktienmärkte dieser Staaten. Der Finanzsektor stellt dabei das wichtigste Anlagefeld dar, wobei auch Rohstoffe und Energie an Bedeutung gewinnen. Aufgrund des langfristigen Anlagehorizonts und der geringen Regularien sind sie deutlich risikotoleranter als andere institutionelle Investoren. 
Quelle: Deutsche Asset & Wealth Management
Seit der Finanzkrise ist ein Trend zu stärkerer Diversifikation bei SWFs zu beobachten. Aus diesem Grund steigt der Portfolioanteil von Entwicklungsländern sowie alternativen Anlagen, wie Immobilien und Infrastruktur. Ebenfalls stehen Staaten den SWFs seit der Finanzkrise offener gegenüber, da sie in dieser Zeit für dringend benötigte Kapitalzuflüsse gesorgt haben. Zuvor gab es Bedenken, dass Investitionen ausländischer SWFs politisch motiviert sein könnten, um diese Länder besser zu stellen, bzw. Märkte anderer Länder zu destabilisieren. Die Autoren finden jedoch keine empirischen Beweise, dass Investitionen von SWFs einen destabilisierenden oder störenden Einfluss auf die Finanzmärkte haben. Stattdessen finden sie eher Anzeichen, dass SWFs eine stabilisierende Wirkung haben, da sie aufgrund der hohen Risikotoleranz antizyklisch investieren können.