Size-Effekt bei Private-Equity-Strategien
Unigestion und Prof. Oliver Gottschalg, HEC Paris und PERACS, untersuchen in einer Marktanalyse, welche Zusammenhänge zwischen der Größe von Private-Equity-Fonds und der Performance von Portfolios aus mehreren PE-Fonds bestehen. Zunächst stellen die Autoren fest, dass mit der Zunahme der Fondsanzahl das Verlustrisiko erwartungsgemäß abnimmt. Schon ab einer Portfoliogröße von 10 Fonds waren in den Simulationen keine Verluste mehr zu beobachten. Als optimal erwies sich ein Portfolio aus 30 Private-Equity-Fonds, das auch einige asiatische PE-Fonds umfasste. Dies betrifft nicht nur die Abwägung von Rendite- und Verlustchancen, sondern auch zwischenzeitliche Preisvolatilität der Fonds. Untersucht wurden Private-Equity-Fonds, die zwischen 1998 und 2011 aufgelegt wurden.
Quelle: Unigestion
Im zweiten Schritt wurden Portfolios aus jeweils 30 kleinen und großen PE-Fonds miteinander vergleichen. Sowohl der maximale Ertrag als auch die mittlere Rendite waren im diversifizierten Portfolio aus kleineren Strategien höher, während Verluste unabhängig vom Größensegment im Simulationszeitraum nicht auftraten. Ein diversifiziertes globales Portfolio kleiner PE-Fonds erzielte höhere Maximal- und Durchschnittsrenditen und war gleichzeitig risikoärmer als ein konzentriertes Portfolio aus großen PE-Fonds. Zudem minimierte ein solches global diversifiziertes "kleines" Portfolio den J-Kurven-Effekt negativer Performance in den ersten Anlagejahren.
Quelle: Unigestion
Die Autoren schlussfolgern, dass die global Diversifikation über mehrere verhältnismäßig kleine Private-Equity-Fonds besser von regional unterschiedlichen Entwicklungen profitieren können.
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