Sicherheit ersetzt Liquidität als wichtigstes Kriterium für Investoren
Liquiditätsrisiken spielen für institutionelle Investoren gegenwärtig nur noch eine untergeordnete Rolle. Lediglich 6% der Investoren messen Liquiditätskriterien für die Beurteilung ihrer Investments hohe Bedeutung bei. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Union Investment, die sich auf die Befragung von 86 institutionellen Investoren zwischen April und Juni 2009 stützt. Zurzeit sind die Aspekte Sicherheit und Kapitalerhalt im Vordergrund. 81% der Befragten messen diesen die höchste Bedeutung bei. Direkt vor Ausbruch der Finanzkrise Ende 2007 zeigte sich das Bild genau umgekehrt.
Quelle: Union Investment
Keine Schwierigkeiten mit Illiquidität hatten allerdings nur 28% der befragten Institutionen. Dies traf insbesondere auf Hedgefonds und Asset Backed Securities zu, bei denen jeweils um die 40% Liquiditätsprobleme hatten. Bei Private Equity waren es rund 30%. Rund 38% waren gezwungen, aufgrund von Liquiditätsproblemen Aktiva mit Verlusten zu veräußern. Dies waren vor allem Banken und Sparkassen, gefolgt von Pensionsfonds. Versicherungen und Stiftungen hatten hingegen die geringsten Liquiditätsprobleme.
Quelle: Union Investment
Neben den Umfrageergebnissen enthält die Studie interessante Ansätze zur Liquiditätsmessung, zum Risikomanagement von Liquidität und zum Pricing von Assets bei verringerter Liquidität.