04.11.2025 | Märkte

Senior Living als Real-Estate-Trend

Die UBS hat in einer Marktanalyse die Auswirkungen der demografischen Alterung in Industrieländern auf die Nachfrage nach altersgerechtem Wohnen und die sich daraus ergebenden Investitionschancen untersucht. Bis 2035 wird die Zahl der über 65-Jährigen in Europa diese Gruppe jährlich um zwei bis drei Millionen Menschen wachsen. Länder wie Deutschland, Italien oder Spanien verzeichnen zweistellige Wachstumsraten der 65+-Bevölkerung, die zumeist alleine lebt. Hierfür bedarf es kleinerer, barrierefreier Wohnungen von Independent Living über Assisted Living bis hin zu Pflegeheimen. Allein in Deutschland werden in den kommenden zehn Jahren etwa 2,5 Mio. entsprechende Wohneinheiten benötigt. 


Quellen: UBS, MSCI

Im Vergleich zu anderen Sektoren ist das aktuelle Investitionsvolumen für Senior Living noch relativ gering. Allerdings ist der Bereich Senior Living in den USA der am schnellsten wachsende Sektor: Binnen der letzten 12 Monate wurden 17,7 Mrd. US-Dollar umgesetzt, ein Plus von 79 % gegenüber dem Vorjahr und 30 % über dem Zehnjahresdurchschnitt. In Europa lag das Wachstum des Investitionsvolumens mit 30 % im Jahresvergleich im Einklang mit dem gesamten Immobilienmarkt. Grund dafür ist vor allem der Mangel an verfügbaren Objekten, da Investoren vielversprechende Bestandsimmobilien eher halten als veräußern. 


Quellen: UBS, MSCI

Mögliche Strategien sind Kauf zur Vermietung, wobei die oftmals inflationsindexierte Gestaltung der Mietverträge für Core-Investoren attraktiv ist, Bau zum Verkauf, Bau zur Vermietung, Mischmodelle oder Investitionen über spezialisierte Fonds. Wesentliche Risiken betreffen u.a. makroökonomische Faktoren, Unsicherheiten in Bevölkerungsprognosen, Reputationsrisiken sowie Fluktuationen in Pflegeheimen. Diese können jedoch durch Inflationsschutz in Mietverträgen, Kooperation mit erfahrenen Betreibern und sorgfältige Standortwahl gemildert werden.


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