29.10.2004 | 

Selbstbereinigungsprozess bei Hedge-Fonds nimmt zu

Der Managing Direktor des englischen Fachmagazins "EuroHedge", Iain

Jenkins, hat in der eurpäischen Hedgefonds-Branche einen zunhemenden

Selbstbereinigungsprozess beobachtet. Die Rate der Zusammenbrüche

europäischer Hedge-Fonds sei von rund sieben auf zehn bis elf Prozent

jährlich angestiegen, sagte Jenkins der Agentur "Reuters". Bereits in

diesem Jahr seien 47 Hedge-Fonds geschlossen worden, vor allem weil sie

nicht das nötige Volumen, um Gewinne zu erzielen, erreicht gehabt

hätten. "Die Rate der Fondsschließungen nimmt stetig zu."

Jan Frogg, Direktor der Hedgefonds-Abteilung bei der schweizer "Union

Bancaire Privee" (UBP), warnt indes vor den Gefahren hochuldeter

Dach-Hedgefonds. Mit dem Einsatz von Finanzierungshebeln versuchten

Dach-Hedgefonds die abgeschwächten Returns ihrer Zielfonds

aufzubessern. Hedge-Fonds seien im Begriff, in diesem Jahr die

schlechteste Performance seit zehn Jahren zu erzielen, vor allem wegen

der langen trendlosen Phase an den Finanzmärkten. Der Einsatz geborgten

Kapitals biete sich da als Mittel an, um "ein bisschen mehr Gewinn aus

den Managern heraus zu quetschen", sagte Frogg laut "Reuters". "Die

Kapitalkosten waren nie so gering."

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