Selbstbereinigungsprozess bei Hedge-Fonds nimmt zu
Der Managing Direktor des englischen Fachmagazins "EuroHedge", Iain
Jenkins, hat in der eurpäischen Hedgefonds-Branche einen zunhemenden
Selbstbereinigungsprozess beobachtet. Die Rate der Zusammenbrüche
europäischer Hedge-Fonds sei von rund sieben auf zehn bis elf Prozent
jährlich angestiegen, sagte Jenkins der Agentur "Reuters". Bereits in
diesem Jahr seien 47 Hedge-Fonds geschlossen worden, vor allem weil sie
nicht das nötige Volumen, um Gewinne zu erzielen, erreicht gehabt
hätten. "Die Rate der Fondsschließungen nimmt stetig zu."
Jan Frogg, Direktor der Hedgefonds-Abteilung bei der schweizer "Union
Bancaire Privee" (UBP), warnt indes vor den Gefahren hochuldeter
Dach-Hedgefonds. Mit dem Einsatz von Finanzierungshebeln versuchten
Dach-Hedgefonds die abgeschwächten Returns ihrer Zielfonds
aufzubessern. Hedge-Fonds seien im Begriff, in diesem Jahr die
schlechteste Performance seit zehn Jahren zu erzielen, vor allem wegen
der langen trendlosen Phase an den Finanzmärkten. Der Einsatz geborgten
Kapitals biete sich da als Mittel an, um "ein bisschen mehr Gewinn aus
den Managern heraus zu quetschen", sagte Frogg laut "Reuters". "Die
Kapitalkosten waren nie so gering."
zurück