13.12.2004 | 

SEC veröffentlicht endgültige Fassung der Registrierungsregeln

Die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat nun die neuen Regeln zur

Registrierung von Hedge-Fonds veröffentlicht. Die 160 Seiten

umfassenden Vorschriften sollen ab Februar 2006 in Kraft treten. Ab

dann müssen Hedge-Fonds, die mindestens 15 amerikanische Anleger und

ein Kapitalvolumen von mindestens 30 Millionen Dollar verzeichnen, Name

und Anschrift des verantwortlichen Managers melden und mitteilen,

wieviel Geld der Fonds verwaltet. Die SEC kann dann auch die

Geschäftsbücher der Hedge-Fonds prüfen.

Bisher waren Hedge-Fonds von der Aufsicht durch die SEC ausgenommen, weil sie vor allem Kapital von hochvermögenden Privatpersonen und von

institutionellen Anlegern verwalteten. Die Börsenaufsicht argumentierte

bei ihrem Beschluss Ende Oktober, eine Regulierung sei nun nötig, weil

immer mehr Privatanleger indirekt über Pensionsfonds in Hedge-Fonds

investierten. Die Behörde verwies zudem auf zunehmenden Betrugsfälle

bei Hedge-Fonds. Die Gegner eine solchen Regulierung sehen diese Fälle

als Ausnahmen an.

Die Entscheidung der SEC für einen Registrierungszwang war auf große

Kritik in der Hedgefonds-Branche gestoßen. Auch innerhalb der SEC

bleiben die neuen Regeln offenbar umstritten. Die beiden überstimmten

Kommissionsmitglieder Cynthia Glassmann und Paul Atkins drücken ihr

Bedauern über die Entscheidung in einem offenen Brief aus. "Wir sind

enttäuscht, dass bei dem Beschluss zur Registrierung von Hedge-Fonds

nicht ausreichend auf die berechtigten Einwände eingegangen wurde",

heißt es darin. Es seien viele realistische Alternativen möglich

gewesen, die von den Mitgliedern der Kommission nicht ausreichend

überprüft worden seien.

Den 160-Seiten-Report können Abonnenten des Absolut|report hier downloaden:

SEC-Studie !!alte Verlinkung!!

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