20.06.2002 | 

SEC und FSA wollen Hedge-Funds-Kontrolle

Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) will eine formelle Untersuchung der weitgehend unregulierten Hedge Funds vornehmen. Nach Informationen von Harvey Pitt, Chairman der SEC, soll erörtert werden, ob die derzeitige Regulation von Hedge Funds im Sinne der Öffentlichkeit ist. Hedge Funds unterliegen bisher kaum einer Regulierung. In der Regel sind sie an High-Net Worth Investoren vermarktet worden, sagte Pitt.

Das Wachstum der Hedge Fund-Industrie werfe jedoch die Frage auf, ob mit solchen Fonds nun auf weniger erfahrene Investoren gezielt wird. "Wenn damit begonnen wird, diese Anteile dem normalen Mann auf der Straße zu verkaufen, ist es für die SEC an der Zeit, dieses genauer unter die Lupe zu nehmen." wird Pitt zitiert.

Auch die britische Regulierungsbehörde Financial Services Authority (FSA) überlegt, ob Hedge-Funds in Zukunft stärker kontrolliert werden sollten. Die FSA will in Zusammenarbeit mit den Anbietern und Investoren neue Vorschriften ausarbeiten.

Wie die FSA-Sprecherin Kate Burns mitteilte, sei es vorstellbar, eine spezielle Klasse von Hedge Fonds einzuführen, die von der Behörde speziell geregelt würde und sich nur an Privatinvestoren richte. Bereits im vergangenen Jahr gab die Behörde ihre Bedenken bekannt, wenn Hedge Fund-Produkte an private Anleger unkontrolliert vertrieben werden.

 

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