14.08.2006 | 

SEC-Chef Cox für stärkere Aufsicht von Hedgefonds

Die Regulierung von Hedgefonds in den USA sei "unzulänglich", der Kongress müsse  eine schärfere Aufsicht über die 1,2 Billionen Dollar schwere Branche fordern. Das sagte Christopher Cox, Chairman der US- Wertpapieraufsicht SEC, vor kurzem in einer Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats in Washington.

Im Juni kippte ein Berufungsgericht eine Vorschrift der SEC, nach der die meisten Hedgefonds sich registrieren lassen und Prüfungen zulassen müssen.   Die Aufsichtsbehörden "müssen schnell reagieren, um die Lücke zu schließen", die die Gerichtsentscheidung hinterlassen habe, erklärte Cox. "Einige Verbesserungen sind durch Verwaltungsentscheidungen möglich", andere dürften jedoch die Gesetzgeber fordern, führte er aus.

Cox forderte die Abgeordneten gleichzeitig auf, sie sollten sich nicht in den normalen Betrieb der Hedgefonds einmischen, worunter auch der Handel mit Derivaten und Leerverkäufe fallen. Die US-Regierung sollte "ihre Kreativität, ihre Liquidität oder ihre Flexibilität nicht einschränken", so der SEC-Chef.

Die SEC werde Maßnahmen ergreifen, um die Vermarktung und den Vertrieb von Hedgefonds an wenige erfahrende Privatanleger zu beschränken, kündigte Cox an. Unter anderem sprach er sich dafür aus, dass Anleger, die in Hedgefonds investieren wollen, über ein Vermögen von mindestens 1,5 Mill. Dollar verfügen müssen. Bisher liegt die Grenze bei einer Million Dollar.

 

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