Schwellenländer-Anleihen weiterhin attraktiv
NN Investment Partners untersucht in einer kurzen Analyse die Anlageopportunitäten im Markt für Emerging Market Debt (EMD). Schwellenländeranleihen gelten als unterschätzte Anlageklasse, können aber ein attraktives Risiko-Rendite-Profil aufweisen. Der starke US-Dollar und technische Trends haben 2018 negativ auf die Marktentwicklung gewirkt. Nach Auffassung der Autoren stellt die gegenwärtige Situation jedoch ein im historischen Vergleich attraktiven Einstiegszeitpunkt da. Denn einerseits bietet EMD die Möglichkeit von langfristigen strukturellen Trends zu profitieren und andererseits stellt sich die fundamentale Verfassung der Asset-Klasse besser da, als vom Markt eingepreist wird.
Quelle: MIT Sloan, NN IP
Die Frage, in welchem Umfang EMD in ein Fixed-Income-Portfolio integriert werden sollte, haben NN und die MIT Sloan School of Management daher im Rahmen eines Researchprojekts untersucht. Sie zeigen, dass für Investoren mit einem jährlichen Drawdown-Risikobudget von 5 % eine Allokation in EMD in Höhe von 26 % optimal ist. Innerhalb der Asset-Klasse bieten High-Yield-External-Debt und Local-Currency-Bonds das größte Diversifikationspotenzial. Insbesondere für Anleger mit geringer Risikotoleranz liefern Lokalwährungsanleihen attraktive Eigenschaften. Für Allokationen in Hochzinstitel ist eine höhere Risikobereitschaft erforderlich. 
Quelle: JP Morgan, Bloomberg, Thomson Reuters Eikon, NN IP
Vor allem in einem Umfeld global steigender Zinsen schneiden EM-Local-Currency-Bonds besser ab als Developed-Market-Anleihen, halten die Autoren fest. In vergangenen Zinszyklen boten EMD-Allokationen attraktive Renditen und gute Diversifizierung gegenüber US-Treasuries.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Schwellenländeranleihen jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Credit Emerging Market Bonds. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 16.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 34 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 160 Universen.