16.07.2012 | Studie

Schweizer Pensionskassen unter Druck

Die Schweizer Pensionskassen haben sich in den letzten Jahren recht unvorteilhaft entwickelt, wie die "12. Swisscanto Umfrage Schweizer Pensionskassen" zeigt. Die durchschnittliche Performance der Einrichtungen lag 2011 bei 0,3 % und für 85 % in einer Spannbreite zwischen -2,5 % bis +2,5 %. Die Sollrendite betrug hingegen 3,4 %. Die schwache Entwicklung liegt zum einen an der mäßigen Aktienmarktentwicklung, als auch in den traditionell zins- und immobilienlastigen Portfolios. Im letzten Jahr betrug die Immobilienquote durchschnittlich 20,6 %, die der Obligationen 37,3 %, Aktien bei 25,9 %. Alternative Investments kamen auf lediglich 0,9 %.


Quelle: Swisscanto

Die Performance wirkt sich auf den Deckungsgrad aus, der seit 2004 von 110,1 bei den privaten Institute und 93,1 bei den öffentlich-rechtlichen Instituten auf 103,0 bzw. 88,6 verringert hat. Die Branche fordert daher, die Mindestverzinsung und den Mindestumwandlungssatz zu senken, was Arbeitnehmerverbände ablehnen. Die Schweizer Pensionseinrichtungen stehen damit vor einem ähnlichen Problem wie die deutschen Versicherer, in einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld adäquate Renditen für ihre Leistungsempfänger zu generieren. Verschärfend kommt der starke Schweizer Franken hinzu, der bei Fremdwährungsanlagen in letzter Zeit für Verluste sorgte.


Quelle: Swisscanto

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