17.05.2022 | Märkte

Schweiz: Pläne zur Vermeidung von Greenwashing

Die Asset Management Association Schweiz (AMAS) hat in einem Positionspapier Stellung zur Problematik des Greenwashing bezogen, das den Autoren zufolge ein Rechts- und Reputationsrisiko für den Schweizer Finanzplatz darstellt. Im Asset Management kann Greenwashing entlang der Wertschöpfungskette und der operativen Tätigkeiten demnach in drei Bereichen auftreten: auf der Unternehmensebene, auf der Produktebene und auf der Point-of-Sale-Ebene. Fehlende international anerkannte Definitionen und Standards erhöhen das Greenwashing-Risiko und erschweren gleichzeitig eine effiziente Prüfung von Greenwashing-Vorwürfen.


Quelle: AMAS

Mit Blick auf Schweizer Asset Manager macht der Verband vier Umsetzungsvorschläge: erstens den Beitritt zu "Netto-Null-Allianzen", wie der Net Zero Asset Managers Initiative, zweitens die Etablierung einer ESG-Governance, die eine Netto-Null-Verpflichtung in der Unternehmensstrategie und dem Investmentprozess verankert, drittens die angemessene Organisation in Form von Ausbildungsprogrammen sowie viertens aktives Ownership durch Ausübung von Stimmrechten und der Förderung des Dialogs mit Unternehmen, um klimarelevante Veränderungen zu erzielen. Durch die Ausübung von Active Ownership können Asset Owner und Asset Manager die Geschäftsmodelle von Unternehmen beeinflussen, ein Absenken des CO2-Ausstoßes einfordern und eine Klimawirksamkeit eines Finanzproduktes gegenüber den Anlegern dokumentieren.


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