Axa IM: Rohstoffpreise setzen Schwellenländer unter Druck
AXA Investment Managers hat in einer Marktanalyse die Perspektiven für rohstoffexportierende Emerging Markets im Umfeld der niedrigen Rohstoffpreise untersucht. Die Entwicklung des BIP und der Leistungsbilanz ist in einer Reihe von Entwicklungsländern eng mit den Rohstoffpreisen korreliert, da hohe Preise mit hohen Exporterlösen einhergehen. Problematisch ist, dass die Exporteure die steigenden Notierungen vor dem Jahr 2013 nicht zur Differenzierung ihrer Volkswirtschaften nutzten, sondern vornehmlich für Wohlfahrtszwecke aufwendeten, wie etwa Venezuela. Für Subventionen und Transferzahlungen stehen nun weniger Einnahmen zur Verfügung, so dass Staatsausgaben gekürzt werden müssen. Die mit dem Absinken der Rohstoffpreise einhergehende Abwertung der Lokalwährungen hat gleichzeitig die Inflationsraten steigen lassen. Kürzungen bei den Staatsausgaben insbesondere im Wohlfahrtsbereich stellen vor diesem Hintergrund eine Gefahr für die soziale Stabilität dieser Länder dar. 
Quelle: AXA
Von 2007 bis 2014 haben sich zwar die Nettoauslandsvermögen der Emerging Markets von -10 auf -5 % des BIPs verbessert. Dennoch sind viele Staaten netto verschuldet, so dass die Währungsreserven zur Bedienung der Verbindlichkeiten herangezogen werden müssen. Bei Wechselkursbindungen ist das Problem noch größer, da die Reserven auch zur Verteidigung des Wechselkurses genutzt werden müssen. Allein im ersten Halbjahr 2015 sanken die kumulierten Währungsreserven der Rohstoffexportstaaten um 250 Mrd. auf 2,2 Billionen US-Dollar. Die einzige Alternative ist die Ausweitung der Staatsverschuldung über die Emission neuer Anleihen. Angesichts der geldpolitischen Straffung in den USA und möglicher Downratings erscheinen diese Neuemissionen allerdings weniger attraktiv.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Schwellenländeranleihen jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Credit Emerging Markets Bonds. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 12.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 25 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 100 Universen.