Robustes Wachstum in Sub-Sahara-Afrika
Die Staaten Afrikas südlich der Sahara (SSA) bleiben ein Lichtblick in den weltweit trüben Wachstumsaussichten, berichtet Fitch in einer Analyse von Anfang Februar. Der Report schätzt das Wirtschaftswachstum für dieses Jahr auf 5,2 %. Ausgaben für Infrastruktur und Investitionen in den Rohstoffabbau bleiben der Wachstumsmotor. Gleichzeitig festigt sich die finanzielle Situation des privaten Sektors in vielen Staaten. 2011 stieg darüber hinaus das Volumen ausländischer Investitionen um 25 %. Aus dem Ausland flossen fast 37 Mrd. US-Dollar in afrikanische Industrieprojekte.
Quelle: Fitch Ratings
Die einzigen Staaten mit einem Rating im Investment Grade sind Südafrika (BBB) und Namibia (BBB-). Den Ratingausblick beider Nationen sieht Fitch derzeit als stabil. In Südafrika haben schlechte Wachstumsaussichten, hohe Arbeitslosigkeit und die zunehmenden sozialen Unruhen Anfang des Jahres allerdings zu einer Abwertung um eine Ratingstufe geführt. In Namibia dagegen sieht Fitch robustes Wachstum und rechnet, beflügelt durch ausländische Investitionen im Bergbau, mit einer Wachstumsrate von durchschnittlich 4,5 % in den kommenden Jahren. Insbesondere die stabile politische Situation wirkt sich in Namibia positiv aus.
Quelle: Fitch Ratings
Wichtigster Abnehmer afrikanischer Exporte ist die Europäische Union, die rund 25 % der afrikanischen Exporte aufnimmt. Die Bedeutung Chinas steigt allerdings. Vor zehn Jahren flossen noch rund 5 % der Ausfuhren nach China, nun liegt der Anteil bei 17 %.