Renditen offener Immobilienfonds
In den vergangenen sechs Jahren sind die Netto-Renditen offener Immobilienfonds von 2,3 auf 3,1 % p.a. gestiegen, zeigt ein kurzer Marktbericht von Scope. Verantwortlich hierfür sind vor allem Aufwertungen von Bestandsimmobilien, die den laufenden Rückgang der Mietrenditen mehr als kompensieren konnten. Im Jahr 2018 lagen die Netto-Mietrenditen bei 4,1 %, der sechste Rückgang in Folge in sechs Jahren. Verantwortlich hierfür ist vor allem das höhere Preisniveau bei Neuerwerbungen. Im Gegensatz zu den Mietrenditen konnten die Wertänderungsrenditen den positiven Trend der Vorjahre fortsetzen und stiegen auf 1,4 %. Damit liegt die Wertänderungsrendite deutlich unterhalb des tatsächlichen Preisanstiegs auf den Immobilienmärkten, was in der konservativen Bewertungspraxis der deutschen Gutachter begründet liegt. Untersucht wurden 17 offene Immobilienfonds mit Fokus auf Gewerbeobjekte.

Quelle: Scope
Nach Abzug von Kosten und Steuern lag die Gesamtrendite der Immobilienportfolios bei 5,2 %. Werden die Nullrendite der von den Fonds gehaltenen Liquidität berücksichtigt und die Kosten der Fonds abgezogen, verblieben den Anlegern unter dem Strich 3,1 %. Mit 5,2 % bzw. 9,8 % lag die Rendite der beiden analysierten Wohnimmobilienfonds deutlich oberhalb der Performance der Gewerbefonds, was sich allerdings auf Sondereffekte zurückführen lässt und daher in der Durchschnittsberechnung nicht berücksichtigt wurde.

Quelle: Scope
Für das Jahr 2019 rechnen die Autoren mit einer Fortsetzung der Trends der vergangenen Jahre: Rückgang der Netto-Mietrenditen und Anstieg der Wertveränderungsrenditen. Unter dem Strich dürften die Gesamtrenditen weiter zulegen. Mittelfristig wird mit einer Abschwächung der Preisaufwertungen gerechnet, was sich in geringeren Gesamtergebnissen niederschlagen dürfte.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Immobilien jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Real Estate. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 16.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 34 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 160 Universen.