Renditeeffekt von GP-Commitments bei Private Equity
Bei Private-Equity-Fonds ist es üblich, dass die General Partner eigene Mittel investieren, um Interessenskonflikte mit den Limited Partner zu vermeiden. Greg Brown und William Volckmann vom Institute for Private Capital haben in einem Research Paper den Zusammenhang von GP-Commitments und der Fondsperformance untersucht. Das Sample umfasst 1.503 Private-Equity-Fonds weltweit mit Auflage zwischen 1994 bis 2019.

Quelle: Brown, Volckmann, 2024
Es zeigt sich, dass ein Anstieg des GP-Commitments mit einer Renditesteigerung verbunden ist, bis etwa 10 % des gesamten Volumens. Beispielsweise geht eine Erhöhung des GP-Commitments von 2,2 auf 4,4 % mit einem Anstieg des IRR um 1,5 % einher. Bei sehr hohen Eigeninvestments der General Partner sinkt der positive Zusammenhang bzw. kann sogar negativ werden. Als Grund hierfür gilt die Risikoaversion der GP, aufgrund derer potenziell gewinnbringende, aber riskantere Investments unterlassen werden.

Quelle: Brown, Volckmann, 2024
Dieser Trade-off zwischen dem Vermeiden von Interessenkonflikten einerseits und der Risikoaversion der GP andererseits führt zu einem optimalen Commitment in Höhe von 10 bis 13 %. Der exakte Wert hängt von den Fondscharakteristika ab, ist aber deutlich höher als der derzeitige Durchschnitt von 3,5 %. In den Bereichen Venture Capital und Growth Equity sind die optimalen Commitments etwas niedriger als bei Buyout-Fonds.
Mit der Fachpublikation Absolut|private und der Produktplattform Absolut|private products bringt Absolut Research Wissen und Transparenz in den Bereich institutioneller Private-Market-Investments. Der Absolut|private zeigt in Fachbeiträgen Strategien, Trends, aktuelle Wissenschaft und Regulierung in den Private Markets. Daneben macht die unabhängige Produktplattform Absolut|private products zur Zeichnung offene Produkte aus den Bereichen Real Estate, Infrastructure, Private Equity, Private Debt und Natural Resources transparent.