Ratings im Unternehmenssektor mit negativer Entwicklung
Die Downgrades bei Unternehmensanleihen erhöhten sich im abgelaufenen Jahr um 2,9% auf 13,5 %, berichtet Fitch in der gerade erschienenen "Fitch Ratings Global Corporate Finance 2011 Transition and Default Study". Im Zuge der europäischen Schuldenkrise in der zweiten Jahreshälfte zogen die Downgrades an, liegen allerdings noch deutlich unter dem Wert von 2009, als 26,3 % der Anleihen-Ratings abgewertet wurden.
Auffällig ist die hohe Anzahl an Downgrades bei den Ratings in den Segmenten AA bis BBB, während Upgrades überwiegend bei Non-Investment-Grade-Anleihen durchgeführt wurden. Die Zahl der Upgrades ist leicht gestiegen, von 10,7 % im Jahr 2010 auf 11,1 % im vergangenen Jahr.
Quelle: Fitch
Banken waren besonders von der Entwicklung betroffen. Sie mussten im Zuge der Schuldenkrise und der Börsenturbulenzen 18,4 % der Abwertungen hinnehmen, während bei Industrials mit 14,5 % die Anzahl der Upgrades die Downgrades (8,8 % ) deutlich überstieg. Einen positiven Trend verzeichneten auch Unternehmen aus den Schwellenländern. Erfreulich ist hier, dass die Ausfallrate mit 0,3 % sogar abnahm, nachdem sie in 2010 0,5 % und im Jahr 2009 sogar 2,6 % betrug.
Trotz vielfacher Kritik an Rating-Agenturen und ihren Methoden, bieten die Informationen einen Mehrwert für Investoren. Zwischen 1990 und 2011 lag die Ausfallrate von Investment-Grade-Unternehmen annualisiert bei 0,13 %, verglichen mit 3,13 % im Non-Investment-Grade-Segment.