Qualität des CSR-Reporting in Deutschland
Die Berichtsqualität deutscher Großunternehmen bleibt auf hohem Niveau, stellt ein Ranking von IÖW (Institut für ökologische Wirtschaftsforschung) und future e.V. fest. Die durchschnittliche Bewertung lag für den Berichtszeitraum 2018 demnach bei 314 von 700 möglichen Punkten und damit nur leicht unterhalb der letzten Vergleichsbewertung des Jahres 2015. Für die Studie wurden die 100 größten Unternehmen Deutschlands sowie zahlreiche freiwillig teilnehmende kleine und mittlere Unternehmen anhand eines systematischen Kriteriensets geprüft. Zu den Kriterien gehören u.a. ökologische Aspekte der Produktion, Verantwortung in der Lieferkette und das gesellschaftliche Umfeld sowie die Wesentlichkeit und Glaubwürdigkeit des Berichts. Gegenüber der letzten Analyse im Jahr 2015 bescheinigt der Bericht Verbesserungen in den Bereichen managementbezogenes Reporting und der Verantwortung in der Lieferkette. Verschlechtert haben sich dagegen die Bewertungen der Mitarbeiterverantwortung und des gesellschaftlichen Umfelds.

Quelle: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und future e.V.
Seit 2017 sind Großunternehmen verpflichtet einen CSR-Bericht zu veröffentlichen. Diese konnten überdurchschnittlich gute Bewertungen erzielen, zeigt die Analyse. Vor allem in den Bereichen Managementsystem und Compliance sowie der Fokussierung auf wesentliche Themen schneiden berichtspflichtige Unternehmen gut ab. Die Sonderauswertung der Berichterstattung zu den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs) ergab, dass die Unternehmen insbesondere bei ihren Wesentlichkeitsanalysen und bei der inhaltlichen Strukturierung ihrer Berichte auf die SDGs Bezug nehmen. Allerdings lässt sich bislang nur in wenigen Ausnahmefällen eine systematische, ausführliche und tiefgehende Behandlung der SDGs feststellen.
Mit der Publikation Absolut|impact zeigt Absolut Research das Spektrum nachhaltiger Investments für institutionelle Investoren auf. Anleger erfahren durch Fachbeiträge zu Strategien, Trends, ESG-Initiativen und Regulierung, wie sie nicht nur ihr Portfolio, sondern auch gesellschaftliche Veränderungen (mit)gestalten können.