05.03.2015 | Studie

PwC: Positive Aussichten für europäische Real-Estate-Branche

Die Beratungsgesellschaft PwC hat in einer aktuellen Studie 500 Branchenexperten aus dem europäischen Immobiliensektor zu ihren Einschätzungen für das Jahr 2015 befragt, darunter Investment Manager, Immobilienservice-Unternehmen und Banken. Mit 70 % sind mehr als zwei Drittel der Befragten der Überzeugung, dass 2015 mehr Equity und Debt in den Markt fließen werden. Bedenken, wegen einer möglichen Überbewertung des Sektors, werden durch die Attraktivität der Erträge von Immobilien im Niedrigzinsumfeld entkräftet. Dennoch sind 61 % der Ansicht, dass Objekte in Prime-Lagen überbewertet sind. Vor diesem Hintergrund ist es nicht überraschend, dass ein Mangel an angemessenen Investitionsobjekten als die größte Hürde für neue Engagements angesehen wird. 


Quelle: PwC

Darauf reagieren die Investoren zunehmend durch das Ausweichen auf riskantere Märkte oder Assets. Die Nummer fünf der Städte mit den besten Investment-Perspektiven für 2015 spiegelt diese Entwicklung wider: Athen. Europaweit am beliebtesten ist der Standort Berlin. Rund 55 % der Befragten gehen von Renditen bis zu 10 % für 2015 aus, ein weiteres Viertel schätzt die Aussichten auf 11 bis 16 % ein. Hohe Bedeutung gewinnen Cross-Border Investments. Insbesondere für Investoren aus dem Raum Asien/Pazifik rechnen 83 % mit einer Ausweitung des Engagements auf dem europäischen Real-Estate-Markt. Risiken bestehen jedoch im Bankensektor durch die stark ausgeweitete Kreditvergabe.


Quelle: PwC

Nachhaltigkeitsaspekte sind mittlerweile von 70 % der Befragten im Geschäftsmodell verankert und werden als Standard für die Branche angesehen. Rund zwei Drittel sind überzeugt oder vermuten, dass dies die Rendite der Objekte steigert, da nicht nachhaltige Immobilien angesichts steigender Betriebskosten für die Mieter  schwierig zu vermieten sind.

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