19.02.2013 | Märkte

Private-Equity-Zuflüsse in Schwellenländer auf Allzeithoch

Projekte in Schwellenländern nehmen eine immer größere Bedeutung am Private Equity Markt ein. Rund 20 % des globalen Fundraising floss im vergangenen Jahr in aufstrebende Ökonomien, wie die Jahresanalyse der Emerging Markets Private Equity Association (EMPEA) zeigt, die Anfang Februar erschienen ist. Seit 2003 hat sich der Anteil damit vervierfacht. Insgesamt nahmen letztes Jahr 161 Fonds knapp 40 Mrd. US-Dollar auf, etwa 5 % mehr als 2011. Dabei standen auf China und Indien konzentrierte Fonds weniger im Fokus, deren Mittelaufnahme ging um 35 % bzw. 24 % zurück. Breiter aufgestellte Fonds ohne engen regionalen Anlagehorizont konnten dagegen mehr Mittel mobilisieren.


Quelle: EMPEA

Auf der Investment-Seite zeigt sich ein ähnlicher Trend. Insgesamt wurden Deals in Höhe von mehr als 23 Mrd. US-Dollar abgeschlossen, ein leichter Rückgang zum Vorjahr. Dies ist vor allem den Aktivitäten in China und Indien geschuldet. Das investierte Kapital in China ging um 33 % zurück und ist so niedrig wie zuletzt vor fünf Jahren. In Indien ist ein Rückgang auf das Niveau von vor sieben Jahren zu beobachten.


Quelle: EMPEA

Aufgefangen wurde diese Entwicklung von starken Aktivitäten in Brasilien und nicht-BRIC Staaten. In Brasilien stieg das über Private Equity Fonds investierte Kapital um 78 % auf 4,4 Mrd. US-Dollar und lag damit über dem Niveau von Indien, wo Deals in Höhe von 2,7 Mrd. US-Dollar realisiert wurden. Das Deal-Volumen in Schwellenländern außerhalb der BRICs stieg um 35 % auf 8,3 Mrd. US-Dollar.

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