Private Equity sorgt für erfolgreichen Börsennachschub
Eine aktuelle Studie des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e. V. (BVK) analysiert wie sich die Börsengänge von Unternehmen entwicklen, die von Private Equity-Gesellschaften an die Börse gebrachten wurden. Dabei zeigt sich, dass diese wichtige Impulsgeber für den Aufschwung im deutschen Aktienemissionsmarkt sind. Insgesamt 126 Unternehmen, die mit Private Equity finanziert sind, werden derzeit von Private Equity-Gesellschaften als börsenreif eingeschätzt, bei 46 laufen bereits erste IPO-Vorbereitungen für einen Börsengang im Jahr 2007.
Seit 2006 wurde mehr als jede zweite Neuemission von Private Equity-finanzierten Unternehmen durchgeführt. Nach der Emission entwickelten sich deren Aktien mit einem durchschnittlichen Kursplus von 43% deutlich besser als andere Neunotierungen, die im Schnitt nur um 14% zulegten. Börse und Private Equity-Gesellschaften profitieren gleichermaßen von der gestiegen Zahl von Börsengängen in Deutschland. Von den 71 Neuemissionen in den geregelten Märkten Prime und General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse seit dem Jahr 2002 waren 37 mit Private Equity finanziert. Allein von den 33 Neuemissionen in den beiden gesetzlich regulierten Segmenten im Jahr 2006 waren 19 Private Equity-finanziert. Im laufenden Jahr sind es sechs der bisherigen 12 Neuemissionen. Auch für das Jahr 2007 erwarten die Private Equity-Gesellschaften eine weitere Steigerung der IPO-Aktivitäten, da sie in ihren Portfolios zahlreiche Börsenkandidaten halten.