Private Equity Real Estate nach der Krise
Private Equity Real Estate wurde von der Finanzkrise schwer getroffen. Einer aktuellen Analyse von Preqin zufolge, bieten sich hier aufgrund gefallener Immobilienpreise und einem Distressed-Umfeld aber derzeit gute Investmentgelegenheiten. Demnach betrug das Fundraising bis Ende des dritten Quartals 2009 USD 32,4 Mrd. und damit rund 70% weniger als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Damit stehen derzeit noch 367 Investmentvehikel mit einem Mittelbedarf von USD 191 Mrd. Investitionen offen.
Quelle: Preqin
Bis Mitte 2008 hatten die hervorragenden Renditen von Private Equity Real Estate hohe Wachstumsraten zur Folge. Allerdings hat sich in diesem Segment die Finanzkrise nicht nur durch das Wegfallen der Fremdfinanzierungsmittel, sondern auch durch fallende Immobilienpreise ausgewirkt. Niedrige Preise und günstige Secondary-Gelegenheiten böten daher aktuell attraktive Investmentmöglichkeiten.
Die Marktanalyse für Private Equity Real Estate zeigt, dass 84 % der Investoren Institutionen sind, wobei Pensionsfonds mit 36 % den mit Abstand größten Teil halten, gefolgt von Family Offices und Stiftungen mit jeweils 16 %. Der größte Teil der Fonds verfolgt eine diversifizierte Strategie in Wohn- und Büroimmobilien (jeweils über 40 %), gefolgt von Industrieimmobilien (33 %). Spezialitäten wie Logistik oder Seniorenbetreuung oder Studentenwohnungen sind die Ausnahme (2 % - 7 %).
Die größten Anbieter in diesem speziellen Private-Equity-Segment sind Blackstone, Lone Star und Morgan Stanley. Sowohl bei den Marktführern, als auch bei den Investor- und Fondsdomizilen zeigt sich, dass der Markt bislang überwiegend von Nordamerika bestimmt wird.
Quelle: Preqin