15.01.2009 | Studie

Private-Equity-Quoten weitgehend stabil

Die weltweite Nachfrage nach Private Equity bleibt im Jahr 2009 stabil. Das ergab eine Umfrage im Rahmen des neunten Global Private Equity Barometer von Coller Capital. Demnach erwarten 57 Prozent der Private-Equity-Anleger 2009 einen unveränderten, 40 Prozent einen erhöhten Portfolioanteil dieser Anlageklasse.

Geplante Veränderung der Private Equity Allokationen in den nächsten 12 Monaten

Quelle: Coller Capital

Zwei Drittel der institutionellen Private-Equity-Anleger (Limited Partners, LPs) werden Ende diesen Jahres wenig oder keinen Spielraum mehr für Neuinvestitionen in dieser Anlageklasse haben. Das Problem ist nicht mangelndes Interesse der Anleger, denn 43 Prozent erwarten eine durchschnittliche jährliche Rendite von mindestens 16 Prozent in den nächsten drei bis fünf Jahren, sondern die Ausschöpfung von Allokationsgrenzen sowie Liquiditätsengpässe. Aufgrund sinkender Bewertungen der traditionellen Anlageklassen wie etwa Aktien kann es passieren, dass Private-Equity-Anlagen einen höheren Anteil eines Gesamtportfolios ausmachen. Dieser so genannte Denominator-Effekt beschränkt weiteres Wachstum oder zwingt sogar zu Desinvestitionen. Darum ist bei der Auswahl der Primärfonds, in die investiert wird, bereits eine "Flucht in Qualität" zu erkennen. Eine schlechte Wertentwicklung des aktuellen Fonds, die Änderung des Investmentstils und der Wechsel im Managementteam, sind aktuell die wichtigsten Faktoren, die Anleger von einer Wiederanlage abhalten.

Die Globalisierung von Private-Equity Anlagen wird durch finanzielle und ökonomische Schwierigkeiten nicht verlangsamt. In den nächsten drei Jahren wird der Anteil der nordamerikanischen Investoren, die mehr als 6 Prozent in den asiatischen Raum investiert haben von 41 auf fast 70 Prozent ansteigen. Im europäischen Raum wird ein Anstieg von einem Drittel auf zwei Drittel der Investoren erwartet. Die attraktivsten Märkte im asiatisch-pazifischen Raum bleiben weiterhin Indien und China, gefolgt von Japan und Australien.

Deutsche Investoren haben weiterhin Nachholbedarf. Im deutschen Markt für Private-Equity-Anlagen fehle es verglichen mit den angelsächsischen Ländern an großen Kapitalsammelstellen, die in ihren Investitionsentscheidungen die nötigen Spielräume haben, um die Chancen von Private-Equity-Anlagen nutzen zu können.

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