06.09.2011 | Studie

Private-Equity-Markt reagiert auf Krise

Coller Capital zeigt im aktuellen "Private Equity Barometer Summer 2011", dass sich institutionelle Private-Equity-Investoren auf die veränderte wirtschaftliche Situation einstellen. Sie werden demnach durch umfangreiche Umstrukturierungen ihrer Portfolios und Verstärkung der internen Mitarbeiter für Veränderungen in der Private-Equity-Branche sorgen. Mehr als die Hälfte der Anleger (54%) ist der Meinung, dass Private Equity stärker als angenommen mit Listed Equity korreliert.

Der Anteil von Investoren, die seit Beginn ihrer Private-Equity-Tätigkeit 11-15% Rendite erzielt haben, stieg von 49 % im Vorjahr auf 62 %. Weitere 20 % der Befragten haben Renditen von 16-20 % realisiert. Dementsprechend sind auch die Zielallokationen der Investoren gestiegen. 27 % planen eine Ausweitung ihrer Private-Equity-Aktivitäten, nur 12 % eine Reduzierung


Quelle: Coller Capital

Mit dem Marktgeschehen zeigen sich die Investoren zufrieden. Rund 80 % bezeichnen die Fremdfinanzierungssituation als gut, Dividenden und Leverage seien wieder auf akzeptablen Niveaus. Bei den Managern seien weitere operationelle Verbesserungen sowie ein spezialisierteres Produktangebot zu erwarten, von dem weitere Verbesserungen erwartet werden. Rund ein Drittel der LPs will zudem das eigene Private-Equity-Team erweitern.


Quelle: Coller Capital

Zudem plant nach Aussagen von Collar Capital heute ein Drittel der LPs in Nordamerika, Private-Equity-Beteiligungen in den nächsten 24 Monaten zu verkaufen, während im Sommer 2008 nur ein Fünftel der Anleger überhaupt jemals im Sekundärmarkt verkauft hat. Die zunehmende Bedeutung des Sekundärmarktes wird auch an den Kaufabsichten institutioneller Investoren erkennbar: Etwa ein Drittel der LPs in Nordamerika (30%) und in Europa (35%) - und über zwei Drittel der Anleger im Asien-Pazifik-Raum (68%) - beabsichtigen den Zweiterwerb von Private-Equity-Beteiligungen in den nächsten zwei Jahren.

Die Private-Equity-Anleger setzen zunehmend auf Schwellenländer und planen ihr Engagement in Australasien und Korea zu erhöhen (23% bzw. 18% der LPs), während in Japan, die Gesamtinvestitionen in Private Equity eher als leicht rückläufig eingestuft werden.

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