Private-Equity-Konsortium übernimmt HCA
Die US-Finanzinvestoren Bain Capital, Kohlberg Kravis Roberts (KKR) sowie Merrill Lynchs Beteiligungssparte stehen vor der bisher größten Übernahme durch Private-Equity-Finanzierer weltweit. Sie haben für 33 Milliarden Dollar einschließlich übernommener Schulden von 11,7 Milliarden Dollar den Zuschlag für den börsennotierten US-Klinikbetreiber HCA erhalten.
Für den Kauf werden die Investoren 20,5 Milliarden Dollar Schulden aufnehmen. So viel haben Beteiligungsfirmen noch nie zuvor fremdfinanziert. HCA ist der größte US-Krankenhausbetreiber mit 176 Kliniken und 92 Ärztezentren. Die HCA-Aktionäre müssen der Transaktion noch zustimmen. Das Geschäft bricht den bisherigen Rekord für Private Equity, den Kauf des Genussmittelkonzerns RJR Nabisco durch KKR im Jahr 1989. Der 30-Milliarden-Dollar -Deal gilt noch heute als Meilenstein der Finanzgeschichte.
Damit bestätigt sich der Trend in der Branche: In den vergangenen Monaten haben die Private-Equity-Finanzierer immer größere Objekte ins Visier genommen. Sieben der zehn größten Übernahmen durch Beteiligungsgesellschaften fanden in den vergangenen zwölf Monaten statt. "Die Finanzierer haben eine Menge Cash, sie haben es leicht, ihre Fonds mit Investorengeldern zu füllen, und die Bewertung vieler Unternehmen ist niedrig. Das sind optimale Bedingungen", sagt Richard Peterson, Analyst beim Finanzdatendienstleister Thomson Financial der Financial Times Deutschland.
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