Private-Equity-Investoren bewerten Manager kritischer
Die Finanzkrise hat sich deutlich auf die Renditen von Private-Equity-Investoren ausgewirkt. Die Anzahl der Limited Partners, die 10 % oder weniger Rendite p.a. mit ihren Investments erzielt haben, stieg von 22 % im Jahr 2008 und 29 % in 2009 auf 51 %, berichtet das vierteljährlich erscheinende "Global Private Equity Barometer" von Coller Capital. Über 16 % Rendite p.a. erreichten nur noch 22 % der Investoren, im Vergleich zu jeweils ca. 40 % in den beiden Vorjahren.
Quelle: Coller Capital
Das Interesse an Private-Equity-Investitionen ist jedoch ungeschmälert. 20 % der Befragten planen eine Erhöhung ihrer Allokation in Private Equity, nur 13 % eine Reduktion. Unzufrieden zeigten sich die Investoren eher mit ihren Managern, als mit ihren Investments. 22 % der europäischen und 38 % der nordamerikanischen Anleger wollen die Anzahl ihrer Manager in den nächsten zwei Jahren verringern. Während der Boom-Jahre 2006 und 2007 lagen diese Anteile lediglich zwischen 5 % und 10 %. Zudem glauben 32 % der Investoren nicht, dass die Mehrheit der Private Equity Manager die Fähigkeiten besitzt, angeschlagene Unternehmen zu attraktiven Verkaufsobjekten zu formen.
Quelle: Coller Capital
Dementsprechend nahm die Anzahl der Investoren, die direkt in Unternehmen investieren, auf 49 % zu. Weitere direkte Investments während der nächsten drei Jahre planen 41 %.
Als größte Schwierigkeiten werden die Verfügbarkeit und Kosten von Fremdkapital für Buyouts wahrgenommen. Eine größere Verfügbarkeit von Kapital für Leveraged Buyouts wird für 2011 erwartet. Als attraktivste Region gilt Asien/Pazifik, insbesondere Australien, China und Indien.