Private Equity Investments bei deutschen Unternehmen steigen
Die aktuelle Deloitte-Studie "East meets West - Inbound M&A Germany: Emerging Market Perspectives" analysiert die Engagements ausländischer Firmen im deutschen Beteiligungsmarkt. Danach wird der Standort Deutschland bei ausländischen Investoren insbesondere aus Schwellenländern immer beliebter. Im Jahr 2005 waren bei rund 42 Prozent aller Firmenkäufe noch ausschließlich deutsche Unternehmen beteiligt. Heute sind bereits bei zwei Dritteln ausländische Firmen involviert - auch und vor allem aus aufsteigenden Wirtschaftsmächten wie Indien und China. Zwar steht das deutsche Engagement in neue Märkte zu dem ausländischer Investoren in Deutschland noch in einem Verhältnis von 2:1, doch nimmt das Interesse an deutschen Unternehmen stetig zu. Innerhalb der letzten zwei Jahre stiegen die Investments von fünf auf zwölf Prozent: 70 Akquisitionen in den letzten drei Jahren. Bei den Investoren handelt es sich bisher selten um Private-Equity-Gesellschaften, doch erwartet man künftig eine vermehrte Aktivität chinesischer Privatinvestoren.
Interessant sind finanziell gesunde, inhabergeführte Mittelständler: Bei mehr als 70 Prozent der bislang realisierten Übernahmen handelte es sich um solche Unternehmen. Den Ausschlag für einen Verkauf geben zumeist Probleme bei der Nachfolgeregelung sowie mangelnde Ressourcen für eine weitere Expansion. Branchen sind häufig die Fertigungsindustrie, der Automobil- sowie der Technologiesektor, aber auch Textil- und Lebensmittelhersteller sowie Einzelhandelsketten.
Allerdings ist lt. der Studie trotz steigender Transaktionen von ausländischen Unternehmen in Deutschland der Erfolg bei Weitem nicht garantiert. Im Gegenteil: Eine aktuelle globale Deloitte Befragung ergab, dass knapp die Hälfte aller M&A-Transaktionen ihre Ziele verfehlen. Die größten Hürden sind unzufriedene Mitarbeiter, kulturelle Unterschiede, unsichere Kundenbeziehungen sowie zögerliche Zulieferer.