10.01.2006 | 

Private-Equity-Boom geht weiter

Deutsche Unternehmen sind auch im Jahr 2006 bevorzugte Ziel von Private-Equity-Häusern. Da die Finanzinvestoren mehr Geld als je zuvor zur Verfügung haben, gehen Experten davon aus, dass die Zahl und das Volumen großer Firmenübernahmen weiter steigen wird.

Alleine die auf Europa konzentrierten Fonds haben laut einer Analyse der US-Investmentbank Merrill Lynch im vergangenen Jahr 35 Milliarden. Euro bei institutionellen Investoren eingesammelt. Rechnet man Kreditfinanzierungen hinzu, können die Fonds in den nächsten Jahren mindestens 140 Milliarden Euro für Käufe von Konzernteilen und Mittelständlern ausgeben, so das Handelsblatt.

?2006 wird es in Deutschland wohl wieder rund acht größere Deals mit einem Transaktionswert von mindestens 500 Millionen Euro geben, dabei sind die Immobilienkäufe nicht mitgerechnet?, prognostiziert Peter Gangsted, Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft Cinven in Deutschland. Schon im vergangenen Jahr haben die Finanzinvestoren rund 25 Milliarden Euro hier zu Lande investiert, fast 30 Prozent mehr als 2004. Ernst & Young zählte alleine 17 Mega-Deals mit Transaktionswerten über der Marke von 500 Millionen Euro.

?Die Private Equity-Häuser können heute Transaktionen stemmen, die vor einigen Jahren noch ausgeschlossen schienen?, erläutert Joachim Spill, Co-Leiter des Bereichs Transaction Support beim Wirtschaftsprüfungsunternehmen Ernst & Young. ?Eine Transaktion auch im zweistelligen Milliardenbereich ist keineswegs mehr ausgeschlossen?.

 

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