Potenziale der Emerging Markets
BNP Paribas geht in einem Marktbericht auf die Perspektiven der Volkswirtschaften in den Emerging Markets ein und diskutiert mögliche Performance-Treiber und –Hindernisse für die lokalen Aktienmärkte. Zwei wesentliche Kritikpunkte an Aktien aus Schwellenländern sind die Abhängigkeit von Rohstoffpreisen und die Risiken durch eine Verlangsamung des Wachstums in China. Eine übermäßige Abhängigkeit der Emerging Markets von den Rohstoffpreisen lässt sich nicht erkennen. Weder in den Aktienmärkten noch in Bezug auf die gesamten Volkswirtschaften besteht ein im Vergleich zu den Industrieländern übermäßiges Commodity-Exposure. Bei den China-Befürchtungen wird häufig verkannt, dass sich die Wirtschaft des Landes in einem Übergangsprozess befindet: Zunehmend wird die Öffnung des Marktes vorangetrieben mit dem Ziel, die Effizienz des eingesetzten Kapitals zu steigern. Damit mögen die zweistelligen Wachstumsraten der Vergangenheit angehören, doch befindet sich China auf dem Weg zu einer weniger arbeits- als kapitalintensiven Volkswirtschaft.
Quelle: BNP Paribas
Die vermuteten Schwächen der Emerging Markets sind folglich weniger gravierend als befürchtet. Gleichzeitig bleiben die besonderen Stärken intakt: Trotz einer geringen Abflachung ist das Wirtschaftswachstum nach wie vor signifikant höher als in den Industrieländern. Ein Faktor hierfür ist das Bevölkerungswachstum. Weiterer Aspekte stellen das Wachstum der Mittelschicht und die zunehmende Urbanisierung dar, wodurch der private Konsum ansteigt. Potenzial besteht weiterhin beim Produktivitätswachstum durch geeignete strukturelle Reformen, etwa die Liberalisierung ausländischer Direktinvestitionen, der Arbeits- oder Finanzmärkte.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Emerging-Markets-Aktien jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Equity Emerging Markets. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.