Positiver Einfluss von Private Equity auf Personal- und Sozialwesen
Eine Studie des Centre for Management Buyout Research (CMBOR) der Universität Nottingham und der European Private Equity & Venture Capital Association (EVCA) von Dezember 2008 widerlegt das Vorurteil, dass Private-Equity-Beteiligungen in Unternehmen in erster Linie nach kurzfristigen Gewinnen durch Personalabbau und Unternehmenszerstückelung streben. Demnach beeinträchtigen Private Equity Beteiligungen nicht die Qualität des Personal- und Sozialwesens, sondern verbessern sie in vielen Fällen. Für die Studie wurden 190 Buyout Transaktionen zwischen 2002 und 2006 untersucht und Kennzahlen zu Realeinkommen, Berufsrentenplänen, Mitarbeiterberatung, Verhältnis zu Gewerkschaften usw. vor und nach dem Einstieg einer Private Equity Gesellschaft analysiert.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass in gut 50% der Fälle das Realeinkommen der Arbeitnehmer stieg, es in 47% der Fälle unverändert blieb und Mitarbeiter nur in knapp 3% der Unternehmen Einkommenseinbußen hinnehmen mußten. Der Anteil der Berufsrentenpläne stieg von 76% auf 81%. Aufwendungen für die Fortbildung der Mitarbeiter wurden in 45% der Fälle erhöht, nur in 3% der Fälle kam es zu einer Reduktion. Gleichzeitig verbesserte sich in gut 75% aller Transaktionen die effektive Einbindung der Mitarbeiter durch Team-Briefings, flachere Hierarchien und Prozessorientierung. Der Anteil der Unternehmen mit einem Beratungsgremium aus Mitarbeitern stieg von 50% auf 63%.
Darüber hinaus zeigt die Studie, dass der positive Einfluss von Private Equity-Investitionen auf Personal- und Sozialwesen in traditionellen liberalen Marktwirtschaften wie in Großbritannien am größten ist. In den europäischen Staaten, die die schärfsten rechtlichen Rahmenbedingungen aufweisen, bleibt der Einfluss neutral.