28.11.2008 | Studie

Positiver Einfluss von Nachhaltigkeit auf die Aktienperformance

Eine aktuelle Studie der Bank Sarasin, die in Zusammenarbeit mit dem Center for Corporate Responsibility and Sustainability (CCRS) der Universität Zürich und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim angefertigt wurde, untersucht den Einfluss von Nachhaltigkeitsbewertungen auf die Rendite von Aktien.

Die Analyse geht ausführlich auf gängige Vorurteile und Positionen ein. Kritiker befürchten, dass bei Beachtung von Nachhaltigkeitskriterien das Anlageuniversum eingeschränkt und sich somit das Rendite-Risiko-Spektrum verschlechtern würde. Befürworter stehen jedoch auf dem Standpunkt, dass ein Nachhaltigkeits-Screening zur Vermeidung von Risiken beitragen würde und somit langfristig zu einer besseren Performance beiträgt. Ein Beispiel dafür sei die Analyse von potentiellen Gewinnern und Verlierern des Klimawandels. Auf Ebene eines Unternehmens werden von Kritikern die zusätzlichen Kosten freiwilliger Umweltmaßnahmen befürchtet, die zu einem Sinken des Unternehmenswertes führen könnten. Die Befürworter führen ins Feld, dass ein Unternehmen langfristig, z.B. aufgrund des positiven Images, profitieren könne.

Im Rahmen einer empirischen Untersuchung wurden die Auswirkungen sowohl auf Unternehmens- wie auch auf Portfolioebene analysiert, wobei das Nachhaltigkeits-Rating der Bank Sarasin zur Klassifikation herangezogen wurde. Dabei zeigte sich, dass ein Titel, der in den höchsten beiden Rating-Klassen lag, eine signifikante durchschnittliche Überrendite von bis zu 0,3 Prozent pro Monat gegenüber jenen mit einem schlechteren Nachhaltigkeits-Rating, aufwies.

Portfolios, die unter Nachhaltigkeitsaspekten zusammengestellt wurden, wiesen eine Mehr-Rendite von 0,4 bis 0,6 Prozent pro Monat auf. Insgesamt war der Zusammenhang dabei für US-amerikanische Unternehmen/Portfolios stärker ausgeprägt, als für europäische.

 

Die Studie widerlegt somit die Einwände der Kritiker, wonach Nachhaltigkeit auf Unternehmens- und Portfolioebene zu negativen Effekten führen solle. Dies stehe auch im Einklang mit anderen Studien, die sich mit der Performance-Auswirkung von Nachhaltigkeit beschäftigen.

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