27.08.2008 | Studie

Positiver Ausblick für kleine und mittlere Unternehmen im deutschen Beteiligungsmarkt

In einer Studie der Beratungsgesellschaft Rödl & Partner geben die Autoren einen Überblick über den deutschen Markt für Unternehmensbeteiligungen. In der Studie befragten die Autoren  mehr als 270 Unternehmen der Private Equity Branche, die sich auf kleine und mittlere Unternehmen fokussieren. Sie kommen zu einem positiven Ergebnis. So ist der Studie zufolge der Beteiligungsmarkt mittlerweile gut entwickelt und ermöglicht vielen Unternehmen die Aufnahme von Finanzmitteln jenseits von Bankdarlehen oder einem Börsenlisting.

Für das Jahr 2008 rechnen die Autoren mit weiterem Wachstum der Branche. Die befragten Unternehmen gaben mehrheitlich an, dass eine Erweiterung der Portfolios stattfinden werde. Damit einhergehend habe sich auch die Einstellung mittelständischer Unternehmen gegenüber einer Private Equity Finanzierung positiv verändert.

Dominiert wird der Markt durch Engagements in den Bereichen Growth, MBO/MBI und Spin-Off Finanzierung. Nur ein kleinerer Teil konzentriert sich auf risikoreichere Engagements wie Start-up Investments. Der regionale Fokus der Beteiligungsunternehmen liegt auf Unternehmen in Bayern, NRW und Baden-Württemberg. Innerhalb der Branchen sind die Umwelttechnik, der Gesundheitssektor und der Maschinen- und Anlagenbau besonders beliebte Ziele.

Die Studie geht weiterhin auf die Auswirkungen der Sub-Prime-Krise auf den Beteiligungsmarkt ein. Den Autoren zufolge wird die Krise sich nur unmerklich auf den Beteiligungsmarkt im Bereich kleiner und mittlerer Unternehmen auswirken. Die Gesellschaften sähen sich zwar einer restriktiveren Kreditvergabepraxis gegenüber, Gesellschaften mit guten Leistungen in der Vergangenheit seien aber in der Lage genügend Mittel durch Fundraising zu akquirieren.

Gemäß der Studie trägt die Sub-Prime-Krise dazu bei, dass die durchschnittliche Haltedauer eines Investments gestiegen sei, da sich die Exit-Möglichkeiten verschlechtert hätten. Aufgrund der Krise seien Transaktionen mit Volumina über 100 Mio. Euro rückläufig.

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