Positive Schiefe bei langfristiger Asset-Manager-Performance
Über längere Beobachtungszeiträume sinkt der Anteil der US-Aktienfonds, welche eine Überrendite zum SPDR S&P 500 ETF erzielen könne, zeigt ein Research Paper von Hendrik Bessembinder von der Arizona State University, Michael Cooper von der University of Utah und Feng Zhang von der Southern Methodist University. Auf monatlicher Basis schaffen es 47,2 % der Fonds, eine Überrendite zu erzielen. Dieser Anteil sinkt mit dem Analysezeitraum bis auf 30,3 % bei Betrachtung der gesamten Sample-Periode 1991 bis 2020. Werden nur die größten Fonds untersucht, sind es 29,6 %.

Quelle: Bessembinder, Cooper, Zhang, 2022
Die Autoren schließen, dass die Fonds bei den langfristigen Renditen eine deutliche positive Schiefe aufweisen: Von den 7.882 Fonds erzielten 442 eine doppelt so hohe Rendite wie der Benchmark-ETF auf, 160 eine dreimal so hohe. Dies bestätigt sich auch bei Untersuchung der Brutto-Renditen. Der kumulierte Netto-Wertzuwachs der Fonds betrug 394 %, während es beim Vergleichs-ETF 298 % waren. Dennoch schaffte es auch vor Kosten nur eine Minderheit von 45,2 der Fonds, eine Überrendite zum ETF zu erzielen. Nach Kosten blieben 20 % der Fonds sogar hinter Ein-Monats-T-Bills zurück.
In Summe lag die Vor-Kosten-Wertschöpfung der Asset Manager bei 1,23 Bio. US-Dollar. Angesichts der Kosten der Fonds von insgesamt 2,26 Bio. US-Dollar berechnen die Autoren einen Vermögensverlust von 1,02 Bio. US-Dollar für die Anleger durch Fonds. Im Fazit halten die Autoren fest, dass die Performance von Fonds nicht unabhängig vom geplanten Anlagezeitraum evaluiert werden kann.

Quelle: Bessembinder, Cooper, Zhang, 2022
Absolut Research unterstützt institutionelle Investoren bei der Selektion von Asset Managern mit der monatlichen Publikation Absolut|ranking. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 15.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 37 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 200 Universen.