Positionspapier des GDV zu Erneuerbaren Energien und Infrastruktur
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat ein Positionspapier veröffentlicht, in dem eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Investitionen in Erneuerbare Energien und Infrastruktur gefordert werden. Als langfristige Investoren mit einem besonderen Interesse an stabilen und nachhaltigen Cash Flows eignen sich Investitionen in diese Arten von Real Assets besonders für die Versicherungswirtschaft. Der GDV kritisiert, dass unter den voraussichtlichen Regelungen von Solvency II derartige Investments der Quote für nicht notierte Beteiligungen zugeschlagen werden, obwohl erhebliche strukturelle Unterschiede zu Private Equity und Hedgefonds existieren.
Quelle: GDV, BaFin
Zur Verbesserung der Anlagebedingungen schlägt der GDV vor, dass:
- Anlagen in konzerneigene Infrastrukturprojekte sicherungsvermögensfähig werden.
- Die Barwert-Bilanzierung bei Erneuerbaren Energien angewandt werden darf.
- Auf die Vollkonsolidierung bei Investitionen in Erneuerbare Energien und Infrastruktur verzichtet wird.
- Die Entflechtungsvorschriften gelockert werden.
- Eine Harmonisierung von nationalem und europäischem Recht vorgenommen wird.
Nach Ansicht des GDV könnten wesentlich mehr der volkswirtschaftlich notwendigen Investitionen in Erneuerbare Energien und Infrastrukturprojekte durch Versicherer durchgeführt werden, wenn die Gesetzgebung die Rahmenbedingungen verbessert.