Performance von Private Equity und Listed Private Equity
Aktien von Private-Equity- oder auch Immobilienunternehmen gelten als liquider und effizienter Zugang zu sonst illiquiden Asset-Klassen. Umstritten ist, ob die Performance langfristig der eines Direktinvestments entspricht, insbesondere wegen der hohen kurzfristigen Volatilität der Aktienmärkte. Für Private Equity bestehe zumindest langfristig ein signifikanter Zusammenhang zwischen börsennotierten Private-Equity-Gesellschaften und ihren Portfolios, zeigen LPX und Preqin in einem Report, der Mitte Juni auf Grundlage einer Analyse von Michel Degosciu (LPX) veröffentlicht wurde.
LPX berechnet anhand einer hauseigenen Methode die NAVs der Private-Equity-Aktiengesellschaften indikativ. Diese NAVs werden mit denen der Preqin-Datenbank für Private-Equity-Fonds verglichen. Beide Indizes zeigen eine hohe positive Korrelation nahe Eins. Außerdem scheinen beide Zeitreihen Kointegration aufzuweisen. Außerdem würden die NAVs der Private-Equity-Gesellschaften maßgeblich durch Private-Equity-Performance erklärt, anstatt durch Aktienmarkt-Performance.
Quelle: LPX
Der Autor schlussfolgert, dass für sehr langfristige Investoren, die nicht in der Lage sind sich ein Private-Equity-Portfolio aufzubauen, Aktien von Private-Equity-Unternehmen eine sinnvolle Alternative darstellen. Allerdings stellt sich für diese Investoren das Problem, dass sie nicht in die NAVs investieren können, sondern nur in die Aktien. Diese notieren derzeit mit durchschnittlich 30% Discount zum von LPX berechneten NAV und mussten während der letzten Jahre erhebliche Verluste von ihren letzten Höchstständen verbuchen.