12.08.2009 | Research

Performance von GTAA-Managern

In den letzten Jahren hat Global Tactical Asset Allocation für institutionelle Investoren zunehmend an Bedeutung gewonnen, um die Ziele Liquidität, Kapitalerhalt und Performance besser erfüllen zu können. Eine aktuelle Research-Publikation der Quantitative Research Group der Deutschen Bank enthält eine ausführliche Analyse von GTAA-Managern. Analysiert werden die Performance in verschiedenen Zeiträumen und während Krisen, die Abhängigkeiten zu den Aktien- und Anleihenmärkten sowie die Persistenz der Performance einzelner Manager.


Quelle: Deutsche Bank

Wie die Grafik zeigt, haben GTAA-Manager im Vergleich zu Aktien und Anleihen sehr gute Performance geliefert. Darüber hinaus zeigten sie sich stabil, sowohl in geopolitischen Krisen, als auch in Bear-Märkten. Interessant ist, dass die Performance direkt nach Krisen überdurchschnittlich ausfällt, was verschiedene Interpretationsmöglichkeiten der Ursachen offenlässt. Die Analyse der Einflussfaktoren zeigt Abhängigkeiten der GTAA-Strategien von Bewegungen in Aktien, Aktienvolatilität, Zinsen, Währunsgbewegungen, der US-Dollar-Stärke, der Inflation und von den Renditeverteilungen der genannten Anlageklassen. Dies ist insoweit nicht überraschend, da GTAA- oder Global-Macro-Manager auf gesamtwirtschaftliche Entwicklungen in bestimmten Regionen setzen, die weitgehend durch diese Faktoren abgebildet werden.


Quelle: Deutsche Bank

Der Vergleich der Manager zeigt ein sehr heterogenes Feld, die Performance-Unterschiede zwischen dem oberen und dem unterem Quartil betragen teilweise 10%-20%. Die Manager zeigen einen Trend zur Persistenz, allerdings nur langfristig. Fazit der Arbeit ist, dass GTAA-Manager eine gute Alpha-Quelle darstellen können, bei der Allokation allerdings mehrere Manager ausgewählt werden sollten.

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
zurück