Performance und Qualität von Leveraged und Short ETFs
Leveraged und Short ETFs dienen Investoren zur taktischen Adjustierung ihrer Asset Allocation. Da diese ETFs die täglichen Renditen von gehebelten Indizes und nicht die Indizes selbst replizieren, kommt es bei längerfristiger Haltedauer zu erheblichen Abweichungen von der Performance der Referenzindizes. Eine Mitte März erschienene wissenschaftliche Arbeit der Universität York untersucht die Performance und Tracking-Qualität von Leveraged und Short ETFs und nimmt zusätzlich eine Zerlegung der Abweichungen in die Komponenten Performance, Aktivitäten des Managers und Differenzen (Premium/Discount) zwischen NAV des ETFs und Handelspreisen vor.
Quelle: Shum (2011)
Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass die Performance von Leveraged und Short ETFs bereits innerhalb des ersten Tages Abweichungen zeigen kann, was vermutlich auf nicht synchrones Trading zwischen Hebel-ETF und Index zurückzuführen sei. Die Alphas der Fonds werden i.d.R. nach einer Woche statistisch signifikant negativ, nach einem Jahr sogar sehr hoch, bspw. -22,50 % für den verwendeten S&P 500 Leveraged ETF.
Des Weiteren treten die Abweichungen für Short ETFs erheblich schneller und stärker auf, als für Leveraged ETFs. Außerdem zeigt sich, dass Managementfaktoren teilweise einen größeren Einfluss auf die Abweichungen haben, als die Performance.
Quelle: Shum (2011)
Die Arbeit bietet Investoren, die Hebel-ETFs für die taktische Asset Allocation einsetzen, wertvolle Denkanstöße und Werkzeuge zur Einschätzung dieser Produkte.
Absolut|report hat zur Performance von Leveraged und Short ETFs bereits eine Reihe von News publiziert, bspw.
"Taktischer Einsatz von Short und Leveraged ETFs", "Tracking Error von Leveraged und Short ETFs" und "Eigenschaften von Leveraged und Short ETFs".