Performance-Persistenz bei Fondsmanagern
Ilhan Demiralp und Chitru Fernando von der University of Oklahoma haben in einem Forschungspapier die Fähigkeiten von Fondsmanagern untersucht. Im Gegensatz zu anderen Arbeiten werden nicht die Fondsperformances als Proxy für den Manager-Skill verwendet, sondern die Fonds-Performances den tatsächlich verantwortlichen Personen zugeordnet. Vorteil hierbei ist, dass viele Manager mehrere Fonds gleichzeitig verwalten und entsprechend die Performance mehrerer Produkte herangezogen werden kann, um eine Outperformance durch reines Glück auszuschließen. Es zeigt sich eine signifikante Performance-Persistenz über die von gleichen Managern verwalteten Produkte: Wenn ein Manager einen Top-Fonds verwaltet, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ein anderer von diesem Manager verwalteter Fonds ebenfalls eine überdurchschnittliche Performance erzielt. Dies impliziert, dass die Outperformance nicht ausschließlich auf Glück zurückzuführen ist, sondern manche Manager größere Fähigkeiten als andere aufweisen. Dies ist auch nicht auf ähnliche Portfolio-Allokationen der Fonds zurückzuführen, die vom gleichen Manager betreut werden. Das Datensample umfasst 7.465 US-Publikumsfonds für den Zeitraum 1992 bis 2014, die von 4719 einzelnen Managern verwaltet werden. 
Quelle: Demiralp, Fernando (2017)
Im nächsten Schritt zeigen die Autoren, dass die Performance-Persistenz auch über längere Zeitperioden von sechs Jahren nachweisbar bleibt. Das heißt, ein Manager, der mehrere Fonds verwaltet und über diese Produkte hinweg eine Performance-Persistenz zeigt, wird dies auch mit hoher Wahrscheinlichkeit über längere Zeiträume schaffen. Zuletzt untersuchen die Autoren, welche Auswirkungen es auf die Performance hat, wenn ein Manager mehr als einen Fonds gleichzeitig verwaltet. Insbesondere dann, wenn die Fonds in unterschiedlichen Segmenten des Kapitalmarktes aktiv sind, sinkt die Managerperformance deutlich ab. Dies zeigt, dass die Manager nur jeweils begrenzt in der Lage sind, Informationen auszuwerten.
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