Performance optionsbasierter Merger-Strategien
Eine Ende September erschienene Research-Arbeit der Universitäten Michigan und Scranton untersucht die Profitabilität von optionsbasierten Merger-Arbitrage-Strategien. Bei Übernahmeankündigungen steigt üblicherweise der Aktienkurs des Zielunternehmens, während der Kurs des übernehmenden Unternehmens sinkt. Bisherige Untersuchungen analysieren Merger-Arbitrage-Strategien anhand von Long- und Short-Positionen in den Aktien der Unternehmen. Die Autoren wenden eine Strategie über den Optionsmarkt an, da dies eher der Vorgehensweise von Merger-Arbitrage-Hedgefonds entspreche.
Die beiden Autoren konzentrieren sich auf Fusionsangebote aus der SDC Platinum M&A Datenbank zwischen 1996 und 2008. Nur reguläre Deals von U.S.-Unternehmen mit gelisteten Aktien und Optionen werden betrachtet. Die Optionsstrategie "Long Call Zielunternehmen plus Long Put Käuferunternehmen" wird jeweils zwei Tage nach Ankündigung der Fusion implementiert. Die optionsbasierte Strategie bringt für den gesamten Zeitraum eine Rendite von 1700 %. im Vergleich zu 700 % in der aktienbasierten Strategie. Wie andere Studien zu Merger Arbitrage und Hedgefonds kommt auch diese Arbeit zu dem Ergebnis, dass die Merger-Prämie bzw. das Hedgefonds-Alpha im Zeitablauf abnimmt.
Quelle: Li, Wang (2010)
Mit der Arbeit ist ein Ansatz zur Erklärung von Merger-Hedgefondsstrategien und ihrer Performance gelungen. Schwierigkeiten für die Vergleichbarkeit der Performance bereiten die sehr restriktiv bearbeitete Datenbasis sowie nicht berücksichtigte Transaktionskosten.