Performance-Messung mit Benchmarks nicht mehr zeitgemäß
Die herkömmliche Performancemessung in Relation zu Benchmarks oder Peer-Gruppen hat ausgedient, stellt eine von State Street's Center for Applied Research durchgeführte Studie fest. Benchmarks als "One Size Fits All"-Ansatz adressieren nicht die heterogenen Bedürfnisse institutioneller Investoren, die im Spannungsfeld von Rendite-Risiko-Profilen, Regulierung und Downside-Protektion agieren. Stattdessen wird in Zukunft der Investor selbst die Benchmark sein, schreibt State Street in der Anfang November veröffentlichten Umfrage "The Influential Investor". Fast die Hälfte der befragten institutionellen Investoren gibt an, in Zukunft mehr Gewicht auf Absolute-Return-Strategien zu legen und die Bindung an Benchmarks zu lockern. Dem steht ein Anteil von rund 30 % gegenüber, der plant den Fokus auf ein Übertreffen der Benchmark zu legen.
Quelle: State Street (2012)
Vor dem Hintergrund zunehmender Unsicherheit und Instabilität in allen Asset-Klassen rückt der Entscheidungsfindungsprozess in der Kapitalanlage immer mehr in den Mittelpunkt. Zu oft folgen Investoren dabei irrationalen Verhaltensmustern. Eine stärker individuelle Definition von Performance und Performancemessung wird das gegenwärtige Konzept der relativen Evaluation anhand von Indizes und Style-Boxen langfristig ablösen müssen, schreiben die Autoren. Hier sind auch die Asset Manager in der Pflicht stärker auf die Bedürfnisse der Branche einzugehen. Zwei Drittel der befragten Institutionellen Investoren geben die Loyalität zu ihrem primären Investment Provider als gering an.