01.12.2015 | Märkte

Pensionsauslagerung versursacht hohe Kosten für deutsche Unternehmen

Anhand der jährlichen Veröffentlichung des Global Pension Buyout Index zeigt Mercer die Kosten auf, die auf Unternehmen zukommen, wenn sie ihre Pensionsverpflichtungen an externe Anbieter übertragen, etwa an eine Versicherung.
Der Index wird jährlich berechnet, in diesem Jahr sind erstmals auch die Kosten eingeflossen, die in Deutschland bei einer solchen externen Übertragung anfallen würden. Je nachdem, ob die Standards von IFRS oder HGB angewandt werden, liegen die Kosten einer vollständigen Ausfinanzierung der Pensionsverpflichtungen derzeit bei 123 bzw. 146 % des Verpflichtungsumfanges. Dies bedeutet, dass für die Ausgliederung von Pensionsverbindlichkeiten in Höhe von 100 Mio. Euro eine Prämie von einmalig 123 Mio. Euro gezahlt werden müsste. Die Kosten nach HGB könnten in Zukunft allerdings sinken und sich an das IFRS-Niveau annähern, da aktuell eine Änderung des Zinsermittlungsverfahrens im Gespräch ist.


Quelle: Mercer

Im internationalen Vergleich ist es für deutsche Unternehmen auch nach IFRS relativ teuer, ihre Pensionsverpflichtungen an Dritte auszulagern, lediglich in Großbritannien liegen die Kosten auf einem ähnlichen Niveau. In den USA liegt der die Kosten messende Pension Buyout Index bei rund 106 %, auch in Kanada und den Niederlanden betragen die Kosten nicht wesentlich mehr als 110 %.

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