28.06.2004 | 

Pensionkasse der Banken investiert in Hedge-Fonds

Der "BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes", der mit 16 Milliarden Euro größte deutsche Pensionsfonds der Wirtschaft, will in Hedge-Fonds investieren. Geplant sei die Vergabe von fünf Mandaten für Multi-Strategy-Fonds, wie Vorstandsmitglied Rainer Jakubowski in Berlin ankündigte. "Wir wollen bewusst nicht auf eine Strategie setzen." Die Namen der potenziellen Partner wollte er noch nicht nennen.

Das Vermögen des BVV ist den Angaben zufolge derzeit nur zu neun Prozent in Aktien angelegt. Vor drei Jahren, während der Baisse, lag die Aktienquote noch bei elf bis zwölf Prozent. Der BVV sichert seine Investments in dieser Assetklasse mit einer Overlay-Strategie basierend auf langlaufenden Put-Optionen auf den EuroStoxx50 und den Dax30, die zum großen Teil im Dezember 2004 fällig werden, ab.

Die Pensionskasse der "Wacker-Chemie GmbH" in München hingegen wartet die neue Anlagenverordnung für VAG-Anleger und ein BaFin-Durchführungsschreiben zu Hedgefonds, was für Anfang August vorgesehen ist ab, bevor sie eine Entscheidung bezüglich einer erstmaligen Anlage in Hedgefonds trifft. Sie investiert bereits seit fünf Jahren in Private Equity-Dachfonds, so Markus Taubert, Leiter Kapitalanlagen. Im Gegensatz zum BVV sichert die Pensionskasse ihre Aktienanlagen, die über 24% ihres über eine Milliarde Euro schweren Portfolios ausmachen, derzeit nicht ab. Diese Aktienquote entspricht ihrer strategischen Allokation für diese Assetklasse. Im März 2003 war diese bei 19%, Ende 2001 bei 28,5% gelegen.

 

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