21.06.2018 | Studie

Passive Strategien im Portfolio von Pensionseinrichtungen

66 % der Pensionseinrichtungen weltweit setzen einen Teil ihrer Anlagestrategie passiv um, zeigt eine Studie von Create Research und der DWS. Weitere 15 % beschäftigen sich intensiv mit der Umsetzung passiver Lösungen. Das bevorzugte Vehikel dabei ist der traditionelle Indexfonds, den 48 % der Befragten nutzen. 38 % greifen auf Spezialmandate zurück, 23 % nutzen ETFs. Dabei sind insbesondere die gegenüber aktiven Strategien geringen Kosten ausschlaggebendes Kriterium für die Investoren. Ebenfalls geben 48 % an damit eine verlässliche Beta-Quelle für bestimmte Marktsegmente in die Core-Allokation zu integrieren.


Quelle. Create, DWS

Rund ein Drittel des verwalteten Vermögens wird von den Umfrageteilnehmern passiv verwaltet. Dabei sind sich die Befragten den inhärenten Risiken passiver gegenüber aktiver Anlagen durchaus bewusst. 68 % geben an, mit traditionellen passiven Strategien insbesondere Titel zu kaufen, die bereits eine hohe Bewertung aufweisen. 52 % sind der Meinung, dass passive Strategien damit zur Destabilisierung der Märkte beitragen könnten. So kommen passive Assets mittlerweile auf einen Anteil von 25 % des global verwalteten Vermögens, ihr Anteil am täglichen Handelsvolumen ist jedoch doppelt so hoch. Bei steigendem Preismomentum könnte es dadurch zu Übertreibungen kommen.


Quelle: Create, DWS

Daher sehen 60 % der Befragten aktive und passive Strategien als gleichberechtigte Teile ihrer Anlagestrategie, deren Gewichtung von zyklischen Komponenten abhängig ist. Nur 10 % gehen davon aus, dass aktive Strategien künftig von passiven maßgeblich verdrängt werden. Aber gerade bei thematisch getriebenen Investments wie Smart Beta, Risikofaktoren oder ESG stellen passive Anlagen kosteneffiziente Lösungen dar.

Für die Studie wurden 153 Pensionspläne in 25 Ländern befragt. Ihr verwaltetes Vermögen betrug rund 3 Billionen Euro.


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