03.03.2015 | Märkte

Outperformance von ETFs gegenüber Futures

In einem aktuellen Marktüberblick der Deutschen Asset & Wealth Management werden die wesentlichen Gründe für die Outperformance von ETFs gegenüber Futures erläutert. Ausgelöst wird diese Outperformance den Autoren zufolge durch drei Hauptfaktoren. Der ETF Markt ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Allein 2014 flossen dem ETF-Sektor 267,9 Mrd. US-Dollar zu. Bis zum Jahr 2020 wird geschätzt, dass der Gesamtmarkt ein Volumen von 22,7 Billionen US-Dollar erreicht haben wird. Folglich sinken einerseits Managementgebühren und Bid-Offer-Spreads und andererseits erhöht sich die Diversität der Anlagemöglichkeiten. Über ETFs können Investoren neben der Anlage in große Indizes auch Erwartungen für Sektoren in der Allokation berücksichtigen, für die keine ausreichende Liquidität bei Futures gegeben ist.


Quelle: DAWM

Ein weiterer Grund für Underperformance von Futures ist die Finanzierungsstruktur. Während institutionelle Anleger in der Regel voll investiert sein müssen, wird für Futures nur eine Margin benötigt. Der Großteil des Kapitals muss demnach in Geldmarktinstrumente oder andere liquide Anlagen investiert werden. Hier liegt das Problem, denn die Berechnung des Futurespreises basiert meistens auf dem LIBOR. Die meisten Geldmarktinstrumente erreichen jedoch nicht das LIBOR-Niveau, so hat sich beispielsweise in den letzten 15 Jahren eine durchschnittliche jährliche Underperformance deutscher 3-Monats-Staatsanleihen von 39 Basispunkten gegenüber dem LIBOR gezeigt. Für die Investoren besteht also das Risiko, nicht die in der Futurespreisberechnung implizierte Performance erzielen zu können.


Quelle: DAWM

Der dritte große Faktor beim Vergleich von ETFs und Futures liegt in den Rollierungskosten bei Futures begründet. Jeder Rollverlust beim Tausch eines Futures in einen Produkt mit längerer Laufzeit verstärkt die Underperformance gegenüber dem ETF. Gerade in der jüngeren Vergangenheit sind die Rollverluste stark angestiegen. Bei manchen Indizes betragen sie den Autoren zufolge annähernd 1 % pro Jahr. Hinzu kommt, dass Investments mit Hilfe von ETFs häufig weniger Aufwand erfordern.

Im Absolut|report 6|2014 geht Peter Scharl von iShares auf die Eigenschaften von Funded Futures und ETFs ein und zeigt auf Basis der relativen Performance Gründe für neue Einsatzmöglichkeiten von ETFs auf. Weitere Informationen können hier abgerufen werden.

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